Strompreise steigen

Strompreise steigen

Deutsche Haushalte müssen in der nächsten Zeit mit weiteren Stromerhöhungen rechnen. Ein durchschnittlicher Haushalt muss demnach für das Jahr 2017 mit mehr als 85 Euro Stromkosten pro Monat rechnen. 2000 musste ein solcher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh nur etwas über 40 € monatlich bezahlen. Groß ist der Anteil an staatlichen Lasten, um die Energiewende zu finanzieren. Im Jahr 2017 müssen Bürger entsprechend über 35 Milliarden Euro aus ihrer Stromrechnung nur für Umlagen, Abgaben und Steuern bezahlen. Allein 24 Milliarden Euro davon sind notwendig für die EEG-Umlage.

Kritik von Verbraucherschützern weil Strompreise steigen

Hierbei kommt Kritik von Verbraucherschützern, dass Besitzer von Eigenheimen mit dem selbst produzierten sowie verbrauchten Strom fast grundsätzlich ausgenommen sind von der EEG-Umlage. Hierzu zählen zum Beispiel Photovoltaikanlagen. Außerdem existieren viele Ausnahmen für die Industrie, die häufig sehr energieintensiv ist. Die Folge ist, dass vor allem Mieter von der Energiewende belastet werden, welche in der Regel keinen Strom zum Eigenbedarf erzeugen können. Der Energieexperte Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sagt dazu: „Wie teuer soll das noch werden – da muss der Staat mit Steuergeld rein und kann das nicht komplett auf die Verbraucher abwälzen“.

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Anteil für Umlagen, Steuern und Abgaben steigt auf 55 %

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung steigt der Anteil an Umlagen, Abgaben und Steuern im Jahr 2017 das erste Mal auf 55 %. Dieser Kostenblock hat sich damit seit dem Jahr 1998 verdoppelt. Dazu kommt, dass mehr als 25 % für Netzentgelte bezahlt werden. Diese werden erhoben, um das Stromnetz weiter auszubauen und für Noteingriffe, die wegen Überlastung oder Mängeln notwendig sind. Versorger können den Strompreis für die Beschaffung auf der einen und den Betrieb auf der anderen Seite nur noch zu ungefähr einem Fünftel beeinflussen. Haushalte bezahlen nun im Durchschnitt 29,16 Cent pro Kilowattstunde.

EEG-Umlage wird weiter steigen

Die EEG-Umlage hat den Zweck, vor allem die Sonnen- und Windenergie weiter auszubauen. Hierfür gab es über einen langen Zeitraum Festvergütungen und ein Einspeisevorrang. Weil die Umlage stark angestiegen ist, hat die Bundesregierung jedoch schon umgesteuert und schreibt nun nicht mehr nur Photovoltaik- , sondern auch Windkraftkapazitäten immer mehr an den günstigsten Bieter aus. Trotzdem sind Fachleute der Überzeugung, dass auch in den nächsten Jahren die EEG-Umlage weiter steigt.

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Politiker melden sich zu Wort

Michael Fuchs, CDU-Bundes Bundestagsfraktionsvize, sagte, dass die wachsende Abgaben- Steuerlast beim Strom „zu einem guten Teil die Folge eines völlig unkontrollierten Zuwachs von Windrädern der letzten drei Jahre zu verdanken“ sei. Er sagte weiter, dass das Bundeswirtschaftsministerium sich geweigert hat, die Stromsubventionen zu kürzen. „Ich hoffe, dass die SPD aus dem Fiasko lernt und sich endlich von der Vorstellung verabschiedet, die Erneuerbaren seien immer die Guten“, sagte Fuchs weiter, „es wird höchste Zeit, aus den Subvention-Moloch EEG auszusteigen“.

Bärbel Höhn, Grünen-Bundestagsabgeordnete, hält dem entgegen, dass auch durch den Zubau der Erneuerbaren Energien der Strompreis in den letzten Jahren stark gesunken ist: „Die Stromversorger geben diese gesunkenen Einkaufspreise aber leider nicht an ihre Kunden weiter“, so die Kritik von ihr. Sie ist außerdem der Meinung, dass moderne Wind- sowie Photovoltaikanlagen bereits so kostengünstig sind, dass die EEG-Umlage durch diese kaum weiter steigt.

Die Strompreise steigen weiter

Es wird also kaum zu verhindern sein, dass die Strompreise steigen. Ob wir dies nun der EEG-Umlage zu verdanken haben oder nicht, wird Otto Normalverbraucher kaum selbst herausfinden. Haushalten bleibt kaum mehr übrig als Strom zu sparen und sie nach einem günstigen Anbieter umzusehen. Dass die Umstellung auf erneuerbare Energien nicht so günstig geworden ist wie einst versprochen, hat mittlerweile vermutlich jeder gemerkt. Ob dies jedoch pauschal als schlecht zu bezeichnen ist, geht es doch um unsere Umwelt, darf zumindest einmal in Frage gestellt werden.

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