Stromkunden zahlen mehr

Stromkunden zahlen mehr

Der Strom wird teurer und teurer. Mit deutlich über 80 Euro pro Monat muss ein durchschnittlicher Haushalt mittlerweile rechnen. Also: Stromkunden zahlen mehr – aber nicht nur für den Strom selbst. Es sind vor allem die Nebenkosten, die die monatliche Belastung in die Höhe treiben. Umlagen und Steuern gehören zum Beispiel dazu. 24 Milliarden Euro macht alleine die EEG-Umlage aus, 55 % beträgt der Anteil an dieser Umlage, Steuern und Abgaben mittlerweile. So kostet eine kWh im Durchschnitt 29,16 Cent.

Warum zahlen Stromkunden immer mehr?

Es ist also unter anderem die EEG-Umlage die den Stromkunden teuer zu stehen kommt. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Der EEG-Umlagebetrag ist die Differenz aus den Ausgaben und den Einnahmen im Rahmen der Förderung der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen durch das EEG.

Da es eine Vergütungspflicht gibt, haben Netzbetreiber Kosten. Einnahmen erzielen sie durch Strom an der Strombörse, der EEG-finanziert ist. Eine umstrittene Bezeichnung für die EEG-Umlage ist auch, dass es die Kosten sind, welche durch die Förderung der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen entstehen. Warum? Bei den Vergütungen handelt es sich um die Vollkosten, bei den Preisen an der Börse um die Grenzkosten – zwei unterschiedliche Posten also.

 

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Was ist der Strompreis überhaupt?

Nach einem kurzen Blick ins Detail noch einmal zurück: Der Strompreis ist gestiegen und ganz grob wissen die meisten von uns, was das bedeutet. Aber um was handelt es sich beim Strompreis denn ganz offiziell betrachtet?

Beim Strompreis handelt es sich um das Entgelt, das anfällt, wenn elektrische Energie geliefert wird. Er setzt sich zusammen aus:

  1. Stromerzeugung
  2. Netznutzung
  3. Abgaben
  4. Umlagen
  5. Steuern

Wie hoch der Preis für den Strom ist, ist in erster Linie abhängig vom gewählten Stromanbieter sowie dem abgeschlossenen Tarif. Wer sparen möchte, kann also hier ansetzen und sich mit der Hilfe eines Preisvergleichs nach Sparmöglichkeiten umsehen.

 

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Ein Teil des Strompreises: Stromerzeugung

Welches Geld ein Kraftwerkbetreiber für seinen Strom bekommt, bestimmen vor allem die Strombörsen. Dabei ist der Erzeugerpreis für regenerative Energien, die in Deutschland erzeugt wurden, im EEG, dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, festgelegt.

Strom aus Österreich, Frankreich und eben auch aus Deutschland wird am Handelsplatz EEX gehandelt, der seinen Sitz in Leipzig hat. Wenngleich es nur ein Teil der Energie ist, der dort gehandelt wird, ist der Preis ein bestimmender Faktor für die Preisfindung für den OTC-Handel, also außerbörsliche Geschäfte. Die Vorlauf- sowie Laufzeiten unterscheiden sich beim Handel an der Strombörse.

Negative Strompreise – ein neues Phänomen

Nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland, gibt es immer mehr sogenannte negative Strompreise. Das bedeutet, dass nicht der Käufer die Stromlieferung bezahlt – sondern der Verkäufer. Weil man Strom nicht wirklich lagern kann, muss er direkt wieder abgegeben werden. Negative Strompreise entstehen, wenn zu viel Strom zur Verfügung steht. Das geschieht zum Beispiel durch mehr regenerative Energie durch Solar- und Windstrom sowie die geringe Flexibilität in der Steuerung von konventionellen Kraftwerken. Auf diese Weise liefen Braunkohlekraftwerke auch bei einem negativen Strompreis teilweise zu 73 % weiter, bei Niedrigpreisen waren es bisweilen noch 83 %.

Die Steuern im Stromkreis

Es gibt zwei Steuern, die zu Steuern bei Stromlieferungen zählen, wenn vom Strompreis in Deutschland die Rede ist:

  1. Stromsteuer, die umgangssprachlich auch als Ökosteuer bezeichnet wird: Dient der Förderung von klimapolitischen Zielen und außerdem der Stabilisierung sowie Senkung des Rentenbeitragssatzes. Das Volumen betrug im Jahr 2013 etwa 7 Mrd. Euro.
  2. Umsatzsteuer: Muss auf jede Stromlieferung sowie auf Abgaben und Umlagen berechnet werden. Im Jahr 2011 gab es hieraus Einnahmen von ungefähr 12,4 Mrd. Euro.

Weiterhin gibt es zusätzlich beispielsweise die Brennelementesteuer, die allerdings nicht grundsätzlich anfällt.

 

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